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Umbau 1987/1988
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Umbau 1987                                                                     Umbau 1987

Bei der Umbauphase im 1987/ 1988 wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten Haus Baaken entkernt. Während die Außenwände im Bereich der neuen Bodenplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit verkieselt wurden, sind die Bauteile im Inneren nahezu alle neu entstanden. So wurde das tragende Mauerwerk in weiten Teilen durch Kalksandsteinmauerwerk ersetzt. Der vorhandene Beton wurde heraus gebrochen und durch eine wasserundurchlässige, aus Beton bestehende Bodenplatte ersetzt.

Zum großen Teil sind die Geschossdecken und –treppen  ebenfalls gegen Stahlbetondecken ersetzt worden. Der Giebel hat zum Teil neue Ornamente erhalten.

Der Anbau – die Küche des Restaurants -  ist als kompletter Neubau entstanden. In diesem Bereich befindet sich eine Stahlbetonbodenplatte mit Streifenfundamenten, ein aufgehendes, zweischaliges Mauerwerk mit Wärmedämmung, sowie eine Stahlbeton-geschossdecke. Als Verblendschale wurden alte Feldbrandsteine verwendet.

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Fachwerkwand im heutigen Kaminzimmer vor der Sanierung

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Der Dachstuhl des Haupthauses wurde im Rahmen der Umbauarbeiten in weiten Teilen ersetzt oder ausgebessert. Das Dach auf dem neuen Anbau wurde komplett neu errichtet.

Nach der Vorgabe durch den Denkmalschutz  wurde das Dach komplett neu mit Tonziegeln auf Strohpuppen gedeckt. Ebenso wurden alle Anschlüsse, Verschieferungen,  Kupferrinnen und –fallrohre neu errichtet.

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Fachwerkwand 16. Jhdt. vor der Sanierung                 Fachwerkwand während der Sanierung

Sämtliche Innen- und Außenwände, Decken und Treppen erhielten einen Verputz während alle Stahlbetondecken mit einen schwimmenden Estrich bedeckt wurden.

Sämtliche Fenster sind als doppelschalige Fenster nach Maßgabe des Denkmal-schutzes hergestellt und eingebaut worden. Die vordere Haustüre ist der ehemaligen Haustür nachempfunden worden. Die hintere Haustüre ist die alte vordere Haustüre, jedoch komplett überarbeitet.

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Originaltüre von 1750 ausgebildet als “Klöntüre”       Innenseite der Haustüre

Die heutzutage vorhandene Haustüre ist ein exakter Nachbau des Originals, die als Eingang zu einem Partyraum fungiert. Nach langen Recherchen  wurde diese Tür ausfindig gemacht, die einen langen Weg über beispielsweise einen Krefelder Antiquitätenhändler bis hin zur Schumannstraße gefunden hat. Ein Zufall führte dazu, dass auch der Eingang des Hauses wieder von einer „passenden“ Tür geschmückt werden wird – wenn auch nicht vom Originalportal. In einem Gespräch  mit dem Kempener Schreinermeister und Antiquitätenhändler Hannes Cobbers kam Jakob Heckmann per Zufall auf das Thema „Haus Baaken“ zu sprechen – und Hannes Cobbers wusste Rat. Er konnte sich erinnern, vor mehr als 20 Jahren bei einem Krefelder Antiquitätensammler, der nach Holland auswanderte, die Tür aus dem Haus Baaken, an ein Gartenhäuschen gelehnt, gesehen zu haben. Leider, so erinnert sich Meister Cobbers heute, sei die Tür seinerzeit schon verkauft gewesen. Der Rest war viel Kleinarbeit, Telefoniererei und Recherche, die nach erheblichen Umwegen in einem Keller an der Krefelder Schuhmannstraße endete: Dort fand Cobbers und Heckmann die aus dem Jahre 1751 stammende Originaltür – als Eingang zu einem Partyraum. Mit Erlaubnis der Eigentümer konnten Fotografien gemacht werden und nach genauen Vermessungen konnte diese Türe wieder nachgebaut werden.

Die Original-Innentüren im Schankbereich wurden ebenfalls überarbeitet. Im Ober- und Dachgeschoss (Toiletten, Büro und Wohnung) sind damals fabrikneue Türen mit Holzzargen eingebaut worden. Das gesamte Erdgeschoss wurde mit einem Fliesenbelag ausgestattet. Im Bereich der Gaststättenküche wurden die Fliesen den Vorschriften entsprechend rutschfest ausgelegt. Der Treppenlauf zum Obergeschoss  wurde mit Fliesen belegt. In den Toiletten im Obergeschoss wurden die Wand- und Deckenflächen mit modernen Fliesen verkleidet.

Sämtliche Fensterbänke wurden in Naturstein in Jura gelb ausgeführt. Die vordere und hintere Auftrittsstufe  besteht aus Basaltin.

Sämtliche Trockenausbauarbeiten sind im Verlauf des Umbaues nach der damaligen Wärmeschutzverordnung neu erstellt worden. Dies bezieht sich auch auf Abkastungen und Verkleidungen. In der Gaststätte haben alle Wand- und Deckenflächen einen weißen deckenden Anstrich erhaltend. Die Geländer der Treppenläufe haben ein Rundrohrgeländer erhalten. Die rückseitige Terrassenkonstruktion besteht aus verzinktem Stahl mit Stahlbetonfertigteilen als Fußboden. Die Terrasse ist mit einem verzinkten Rundrohrgeländer ausgestattet.

Während der Renovierungsarbeiten wurden einige alte Herdfliesen gefunden. Anhand von 2 Fliesen, die die Jahreszahl 1720 und die Initialen MH enthielten und dem Umstand das sich eine Kopie dieser Fliesen aus dem Jahre 1724 von dem Töpfer Mathias Huers in der Burg Linn befand, wurde der gesamte Spruch wieder zusammengetragen und konnte rekonstruiert werden.